
Das Projekt soll zur Erhöhung der Anzahl der Schüler beitragen, die den direkten Weg in die duale Ausbildung finden. Ausbildungsinteressierte Handwerksbetriebe der Region werden bei der Gewinnung ihrer Nachwuchskräfte unterstützt.
Handwerksunternehmen sind oftmals in der schwierigen Situation, ihre Ausbildungsplätze nicht mit geeigneten Bewerbern besetzen zu können. Dies liegt zum einen an der seit Jahren stetig sinkenden Anzahl an Schulabgängern und zum anderen an den Kompetenzanforderungen der Handwerksbetriebe, denen viele Jugendliche nur teilweise gerecht werden können. Aus diesem Grund möchte die Handwerkskammer Chemnitz Brücken zum erfolgreichen Einstieg in die duale Berufsausbildung zwischen Unternehmen und Jugendlichen bauen und somit Einstiegsschwellen überwinden.
Ausbildungsbereite regionale Betriebe des Kammerbezirkes Chemntiz, die wegen fehlender geeigneter Bewerber ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können. Auf der anderen Seite Jugendliche, mit Defiziten, die mit geeigneten Maßnahmen soweit abbaubar sind, dass eine duale Ausbildung möglich wird. Angesprochen sind Schulabgänger, die eine Ausbildungszusage eines Betriebes haben und einer gezielten Förderung zur nötigen Ausbildungsreife bedürfen.
Zunächst erfolgt eine Analyse der Ursachen für nicht besetzte Lehrstellen in kleinen und mitttelständischen Unternehmen (KMU). Die Problemstellung und Kompetenzanforderungen der Betriebe sowie die Förderschwerpunkte der Bewerber stehen dabei im Fokus.
Im Anschluss werden die Ausprägungen, der von ausbildungsinteressierten KMU geforderten Kompetenzen, detailliert festgestellt und noch nicht ausreichende systematisiert. Anhand dieser ermittelten Daten werden Curricula zur Überwindung der Einstiegsschwellen in die Ausbildung entwickelt, die diese Differenzen abbauen sollen.
In branchenspezifischen Fördermaßnahmen in den Bildungszentren der Handwerkskammer Chemnitz sollen damit zukünftig die potentiellen Auszubildenden auf die Ausbildung vorbereitet und bei der Erlanung der Ausbildungsreife unterstützt werden.
Im April 2011 startete das Projekt mit einer Analyse der fachlichen und persönlichen Anforderungen der Unternehmen an Ausbildungsplatzbewerber. Dabei wurden in einem ersten Schritt über 12.000 ausbildungsberechtigte Handwerksunternehmen gebeten, an einer schriftlichen Befragung teilzunehmen. Mehr als 1300 Unternehmen haben an der Befragung teilgenommen, die derzeit ausgewertet wird und wichtige Anregungen für die weitere Projektarbeit bieten soll.
Im April 2011 startete das Projekt mit einer Analyse der fachlichen und persönlichen Anforderungen der Unternehmen an Ausbildungsplatzbewerber.
Anschließend geht es an die Entwicklung der Curricula für die Maßnahmen zur Förderung der zukünftigen Auszubildenden in den verschiedenen Branchen.
Im Sommer 2012 sollen die ersten dieser Vorbereitungsmaßnahmen in den Bildungszentren der Handwerkskammer Chemnitz praktisch erprobt werden.
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Dieses Modellvorhaben wird koordiniert von der ASG – Anerkannte Schulgesellschaft Sachsen mbH und hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Ansprechpartner
Rommy Wagner
Tel. 0371 5364-143
Fax 0371 5364-516