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Handwerkerstelen in der Chemnitzer Innenstadt

Seit dem 3. September 2011 stehen auf dem Grünzug Am Wall in der Chemnitzer Innenstadt zwölf Stelen mit jeweils zwei Zunftzeichen. Die 2,20 Meter hohen Edelstahlstelen widerspiegeln mit den historischen Symbolen die Wurzeln des Handwerks und unterstreichen mit dem Design der bundesweiten Imagekampagne dessen erfolgreiche Fortsetzung als bedeutende Wirtschaftskraft der Gegenwart. Entworfen von Formgestalter Professor Clauss Dietel und hergestellt in Chemnitzer Handwerksbetrieben setzen die Stelen nachhaltig ein in Deutschland einmaliges Zeichen für den Wirtschaftszweig Handwerk und werden als künstlerische Elemente für fünf Jahre zum Bild der Innenstadt gehören.

Zur Geschichte der Innungen

Innungen sind die modernen Nachfahren der Zünfte und entwickelten sich aus ihnen. Im 12. und 13. Jahrhundert erfolgte ein Übergang von der Naturalwirtschaft zur Geldwirtschaft und damit entwickelte sich auch das Handwerk als Dienstleistung. Es wurde damit begonnen, dass der Handwerker seine Leistungen für Geld anbot. Sobald sich mehrere  Handwerker vom selben Gewerk ansässig gemacht hatten, schlossen sie sich zusammen um Gleichheit in Preis und Leistung zu erzielen. Sie hatten eigene Fahnen und Wappen sowie einheitliche Kleidung. Sie gaben sich Handwerksgesetze und Ordnungen, um geregelte Verhältnisse herbeizuführen. Je größer und geschlossener die Handwerkervereinigung, umso bedeutender war der geltende Einfluss.

Mit der sich entwickelnden Industrie im 18. Jahrhundert wurde die Gewerbefreiheit eingeführt und es gab keinen Zunftzwang mehr. Im 20. Jahrhundert durchlebten die Innungen eine wechselvolle Geschichte. Seit 1990 gibt es in ganz Deutschland die freiwillige Innungsmitgliedschaft und demokratisch gewählte Ehrenamtsträger.