
KI-Förderung für das Handwerk gezielt nutzen
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat im März 2026 die Fördermaßnahme „KI-Module für Schlüsselfähigkeiten in Handwerk, Handel und Industrie (ModuS-KI)“ veröffentlicht. Ziel ist es, die Innovationskraft insbesondere mittelständischer Unternehmen zu stärken – also genau jener Betriebe, die das Rückgrat des Handwerks bilden.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte KI-Module: flexible, praxisnahe Lösungen, die konkrete betriebliche Anwendungen unterstützen. Gefördert werden vorwettbewerbliche Verbundprojekte, in denen Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen neue KI-Fähigkeiten entwickeln und erproben. Entscheidend ist dabei stets der Praxisbezug – die Lösungen müssen wirtschaftlich relevant und im betrieblichen Alltag einsetzbar sein.
Die Förderung erfolgt in zwei aufeinander aufbauenden Phasen:
In der Explorationsphase werden zunächst Ideen entwickelt, konkretisiert und auf ihre Machbarkeit geprüft. Hier geht es um Grundlagenarbeit. Typische Inhalte sind die Entwicklung von Konzepten, Marktanalysen, die Bewertung von Schutzrechten sowie der Aufbau tragfähiger Projektpartnerschaften.
Darauf folgt die Forschungs- und Entwicklungsphase (FuE). In dieser zweiten Stufe werden die zuvor erarbeiteten Konzepte praktisch umgesetzt: KI-Module werden entwickelt, getestet und schließlich in Unternehmen implementiert. Voraussetzung ist eine erfolgreich abgeschlossene erste Phase.
Ein weiterer Bestandteil der Förderung ist ein begleitendes wissenschaftliches Projekt, das die gewonnenen Erkenntnisse bündelt und in den fachlichen Diskurs einbringt. Damit wird sichergestellt, dass Erfahrungen nicht isoliert bleiben, sondern langfristig zur Weiterentwicklung des gesamten Sektors beitragen.
Das Antragsverfahren ist zweistufig organisiert. Zunächst ist bis spätestens 22. Mai 2026 eine Projektskizze über das Portal „easy-Online“ einzureichen. Nur ausgewählte Vorhaben werden anschließend zur Antragstellung aufgefordert. Der Wettbewerb ist entsprechend anspruchsvoll – eine frühzeitige Abstimmung mit dem Projektträger Karlsruhe (PTKA) wird daher ausdrücklich empfohlen.
Bereits am 25. März 2026 findet eine Online-Informationsveranstaltung statt, die einen kompakten Überblick über Anforderungen und Verfahren bietet. Für interessierte Betriebe ist dies eine wertvolle Gelegenheit, frühzeitig Orientierung zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen.
Online-Informationsveranstaltung:
25. März 2026, 10:00 - 12:00 Uhr
Zugangslink: https://teams.micro-soft.com/meet/32248344672157?p=kLOAlM4GladNq4GSsy
Besprechungs-ID: 322 483 446 721 57, Passcode: Fx6i98Gm
Ansprechpartner in der Handwerkskammer Chemnitz:
Torsten Gerlach | 0371 5364-311 |
23.03.2026