Seit September machen 19 Teilnehmer ihre Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt (HwO) - Warum, das haben drei von ihnen erklärt

Isabell Brödner, Matthias Aurich und William Brückner sind drei junge Menschen, die beruflich gesehen zwar völlig verschiedene Wege gehen, am Ende aber doch eine Sache vereint: Sie alle sind im September in den Online-Teilzeit-Kurs zum Geprüften Betriebswirt nach Handwerksordnung (HwO) eingestiegen und haben das große Ziel vor Augen. Einmal im Monat sitzen sie samstags gemeinsam im Klassenzimmer, den restlichen Unterricht verfolgen sie zuhause am Rechner. Man spare sich nicht nur die Fahrtkosten, sondern hat auch aller vier Wochen den persönlichen Austausch mit dem Banknachbarn. „Es sind bei diesem Kurs die Samstage mit dabei, das finde ich wichtig und man sollte die auch beibehalten“, erklärt Matthias Aurich.

Einstieg in die Führungsebene

Der 32-Jährige ist bei der Sasta Stahlgesellschaft in Hartmannsdorf für den Ein- und Verkauf von Edelstahl zuständig, hat nach dem Abitur seine kaufmännische Ausbildung und danach den Geprüften Kaufmännischen Fachwirt (HwO) abgeschlossen. Nun möchte er die Qualifikation auf Masterniveau, auf der Geschäftsführungsebene erreichen. „Es soll bei mir mal in die Richtung Verkaufsleitung gehen und schon seit meiner Ausbildung ist ein gewisses Interesse an Unternehmensstrategie, Unternehmensführung da. Das möchte ich nun vorantreiben“, so Matthias Aurich. Etwas anders sieht es hingegen bei Isabell Brödner aus. Die 29-Jährige war einst auf dem Chemnitzer Sportgymnasium, wollte eigentlich Notfallsanitäterin werden und ist heute Logistikmeisterin bei Rhenus Automotive in Chemnitz. Mit dem Abschluss als Geprüfte Betriebswirtin möchte sie sich beruflich breiter aufstellen, denn: „Es ist nie ein Fehler, in die eigene Weiterentwicklung zu investieren“, so Isabell Brödner. In ihrem beruflichen Alltag profitiere sie von Kursthemen wie Personalführung, Innovationsmanagement. Nicht zuletzt deshalb findet es die gelernte Fachkraft für Lagerlogistik gut, sich mit diesem neuen Wissen beruflich breiter aufzustellen.

Unternehmerisches Handeln für das Handwerk erlernen

Familienbetrieb, Kfz-Mechatroniker – das ist die Natur von William Brückner, der seine Berufsausbildung auf zwei Jahre verkürzen konnte und direkt im Anschluss den Meistertitel an der HWK erlangte. Die Übernahme des elterlichen Betriebs steht für den 24-Jährigen an erster Stelle, mit dem Geprüften Betriebswirt möchte er das unternehmerische Handeln noch mehr festigen. „Früher waren betriebswirtschaftliche Themen eher nichts für mich, aber durch die neuen Aufgaben, auch intern mehr Verantwortung zu übernehmen, macht es schon Spaß“, erklärt der junge Handwerker. Auch er empfindet die Mischung aus Online und Präsenz als wertvoll, schätzt den Austausch mit anderen Kursteilnehmern. Zudem sieht er das Vertiefen betriebswirtschaftlicher Themen positiv: „Man wurde bereits in der Meisterausbildung darauf vorbereitet. Es ist nun schön, das auch nochmal von anderen Dozenten vermittelt zu bekommen.“

Letztlich sind sich alle drei in dem einen Punkt einig: Im Vergleich zu einem Masterstudium an einer Universität bevorzugen sie eher die praxisnahe Variante und würden es Fachkräften aus kleinen und mittelständischen Unternehmen als Option weiterempfehlen. Einen Tipp gibt Matthias Aurich außerdem an Interessenten aus dem kaufmännischen Bereich: „Denen würde ich empfehlen, mal bei den Kursangeboten einer Handwerkskammer zu schauen.“

Tipp: Der nächste Teilzeitkurs Online Geprüfter Betriebswirt (HwO) startet im Oktober 2026.

Ansprechpartnerin: Annet Kolbenschlag, Tel.: 0371 5364-161, E-Mail:

10.03.2026