Mann in Werkstatt neben Schweißgerät
© Jan Görner

Bester Lehrling Sachsens und bester Meister seines Gewerks: Feinwerkmechaniker Philipp Richter

Als Meister des Feinwerkmechaniker-Handwerks deckt Philipp Richters Arbeitsalltag mehrere Tätigkeitsfelder ab. Der Beruf ist eigentlich drei in einem: Werkzeugmacher, Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker. „Das breite Spektrum macht den Feinwerkmechanikermeister so attraktiv“, betont der Drebacher. Zunächst hat er den Beruf des Zerspanungsmechanikers gelernt. Für den heute 25-Jährigen sei das eine wichtige Zeit gewesen. Viel hat er damals bei der HoRo Fördertechnik in Meinersdorf gelernt. Er wurde sogar Sachsens bester Lehrling. Nach und nach fehlte ihm aber die Abwechslung. „Das war zwar ein Super-Team, aber ich wusste, dass mir dort nur das Drehen und Fräsen bleiben wird“, sagte er. Dabei wollte er viel mehr von der Materie kennenlernen. Deshalb begann er seinen Meisterlehrgang. Teil I und II absolvierte er in Teilzeit. Die praktische Arbeit liegt ihm sehr. So wusste er, dass er das auch nach der Arbeit schaffen würde. Allerdings sei es schon hart gewesen, die Lehrgänge am Wochenende zu absolvieren. 
Sein Meisterstück war ein Förderband für eine CNC-Maschine. Den Theorieteil legte er in Vollzeit ab. Das hatte er mit seinem Arbeitgeber vereinbaren können, wofür er sehr dankbar ist. Vor allem der kaufmännische Bereich sei sehr anstrengend gewesen. Trotz aller Mühen weiß Richter heute, war es die richtige Entscheidung. Für die etwa 9.000 Euro Kosten gab es verschiedene Fördermöglichkeiten. Mit der Betreuung seitens der Handwerkskammer zeigt er sich rückblickend sehr zufrieden. Die Mitarbeiter hatten für alle Fragen ein offenes Ohr. Er kann sich sogar vorstellen, sich künftig selbst an der Ausbildung junger Menschen zu beteiligen. Es gibt sogar Momente, in denen Philipp Richter mit der beruflichen Selbständigkeit liebäugelt. „Es hat bestimmt etwas für sich, sein eigener Chef zu sein.“. Da ist er sich sicher, schränkt aber ein: „Die wirtschaftliche Lage gibt das momentan nicht her. Außerdem bräuchte ich eine Halle und Maschinen. Die dafür notwendigen Investitionen halten mich momentan noch zurück“, so der Handwerksmeister. 
Den größten Spaß hat er nach wie vor beim Tüfteln. Für seine Freundin hat er zum Geburtstag einen Mutzbratengrill gebaut. Die Ketten stammen aus einer  Simson, die Ritzel auch. Angetrieben werden die rotierenden Spieße von einem 18-Volt-Motor. Andere Teile fand er im Schrott. Der Grill ist sogar transportabel. Das Tüfteln bringt ihm viele schöne Stunden. Ideen hat er dabei viele.
 

Tipp:  Der nächste Meisterkurs in Teilzeit beginnt Ende November.

Ansprechpartnerin: Jana Klässig, Tel. 0371 5364-188, 

17.09.2026