Das Bild zeigt einen Konferenztisch auf dem einzelne Papierunterlagen mit Grafiken und Text liegen. Im Fokus des Bildes ist ein Kugelschreiber in Nahaufnahme, im Hintergrund sind verschwommen die Konturen eines Computers und von Stühlen erkennbar.
Header-shutterstock-C-Indypendenz

FAQ für Ausbildungsbetriebe

Zur weitergehenden Beantwortung Ihrer Fragen im Zusammenhang mit der Ausbildung nehmen Sie bitte mit Ihrem Ausbildungsberater Kontakt auf.

Prüfungstermine

Seitens der Handwerkskammer Chemnitz werden die in der Winterprüfungsperiode anstehenden Abschluss- und Gesellenprüfungen inklusive Teile von gestreckten Prüfungen, Zwischenprüfungen, Meister- und sonstige Fortbildungsprüfungen derzeit mit den Prüfungsausschüssen koordiniert und organisiert.

Mit heutigen Stand werden die Prüfungen planmäßig stattfinden.

Auszubildende, welche im Rahmen der Amtshilfe durch einen Prüfungsausschuss einer Industrie- und Handelskammer geprüft werden, beachten bitte auch die Informationen auf der Homepage der betreffenden IHK.

Aktuelle Informationen über die Prüfungstermine an der Handwerkskammer Chemnitz entnehmen Sie bitte der ständig aktualisierten Übersicht hier.

Fragen beantworten:
Frau Blobel unter oder Herr Utech unter .

Ausbildungsverträge

Sie wollen aktuell einen Ausbildungsvertrag abschließen?

Nutzen Sie bitte unseren „Lehrvertrag Online“ auf unserer Homepage und reichen die Unterlagen dann bitte bei uns ein. Auch hier gilt: Eine persönliche Entgegennahme ist derzeit nicht möglich.

Fragen zum Lehrvertrag beantwortet:
Frau Heinzmann unter .

Erste Änderung der Ersten Förderrichtlinie zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Die erste Förderrichtlinie zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wurde überarbeitet. Die Änderungen werden am Freitag, 11. Dezember 2020, in Kraft treten.

Die vier Fördermaßnahmen Ausbildungsprämie, Ausbildungsprämie plus, Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit und Übernahmeprämie werden folgendermaßen erweitert:

Ausbildungsbetriebe werden künftig mit Ausbildungsprämien gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr).

• Die Durchführung von Kurzarbeit wird in Zukunft auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt (bisher: nur erstes Halbjahr 2020). Anmerkung HWK Chemnitz: nicht zu verwechseln mit dem Landesprogramm aus dem Frühjahr 2020, damals: 6-wöchige Übernahme der Azubi-Entgelte bei betriebsbedingter Kurzarbeit über Landesdirektion Sachsen.

• Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 (das ist das Datum des Kabinettbeschlusses zu den Eckpunkten des Bundesprogramms) bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämien miteinbezogen.

• Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).

• Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle wegen pandemiebedingter Insolvenz des ursprünglichen Betriebes verlorengegangen ist, wird künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit einer Übernahmeprämie gefördert (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten).

Solche Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert (bisher: bis zum 31. Dezember 2020).

Die Änderungen gelten auch rückwirkend, das bedeutet: Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, die aber von den geänderten Voraussetzungen erfasst sind. Das gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt worden ist.

(Quelle ZDH)

Zweite Förderrichtlinie zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ veröffentlicht

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 30. Oktober 2020 eine zweite Förderrichtlinie zur Auftrags- und Verbundausbildung im Rahmen des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ veröffentlicht. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende temporär übernehmen, wenn der ursprüngliche Ausbildungsbetrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen Pandemie bedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist. Der aufnehmende Betrieb oder die Bildungsstätte kann eine einmalige Prämie in Höhe von 4.000 Euro für jeden interimsweise übernommenen Auszubildenden beantragen. Die Auftragsund Verbundausbildung muss mindestens sechs Monate dauern.

Förderfähig sind Anträge bis Ende Juni 2021, um die Fortführung von Ausbildungsverhältnissen zu gewährleisten, die (akut) aufgrund der Corona-Pandemie gefährdet sind. Jedoch muss die wirtschaftliche Betroffenheit des Ausbildungsbetriebs im Jahr 2020 nachgewiesen werden.

Ab sofort kann die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildungen bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) www.kbs.de/bpa beantragt werden.

(Quelle: ZDH)

Ausbildungszuschuss des Bundes

Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau stabil halten oder ausbauen, sollen Ausbildungsprämie erhalten

Ziel der Förderung der ersten Förderrichtlinie ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Mitarbeitern (Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen) durch Zuschüsse

  • in Form von Ausbildungsprämien für einen Erhalt des Niveaus oder die Erhöhung der Zahl an Ausbildungsstellen im Ausbildungsjahr ab 1. August 2020 zu gewinnen,
  • zur Ausbildungsvergütung dafür zu gewinnen, auch in Zeiten von Kurzarbeit die laufenden Ausbildungsaktivitäten im Betrieb fortzusetzen,
  • in Form von Übernahmeprämien dafür zu gewinnen, die Berufsausbildung von Auszubildenden fortzusetzen, deren ursprünglicher Ausbildungsbetrieb (KMU) aufgrund von Insolvenz als Folge der Corona-Krise die Ausbildung nicht fortführen kann.

Die Förderrichtlinie präzisiert dabei die Antragskonditionen und das Antragsverfahren für vier Förderbereiche:

  • die „Ausbildungsprämie“ bei Erhalt des Ausbildungsniveaus,
  • die „Ausbildungsprämie plus“ bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus,
  • den „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ zur Vermeidung von Kurzarbeit sowie
  • die „Übernahmeprämie“ für Lehrlinge aus Corona-krisenbedingten Insolvenzbetrieben im Sinne des Punkt 3 der Förderrichtlinie

Die „Ausbildungsprämie“ beträgt einmalig 2 000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Die Ausbildungsprämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Die „Ausbildungsprämie plus“ beträgt einmalig 3 000 Euro für jeden zusätzlichen, die bisherige durchschnittliche Anzahl übersteigenden Ausbildungsvertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Die Ausbildungsprämie plus wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Der „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“ beträgt 75 Prozent der Ausbildungsvergütung für jeden Auszubildenden und jeden Monat (nicht rückzahlbare Anteilsfinanzierung), in dem ein relevanter Arbeitsausfall vorliegt. Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Bemessungsgrundlage ist das sich auf Grundlage der im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsvergütung ergebende Arbeitgeber-Brutto ohne Berücksichtigung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Die „Übernahmeprämie“ beträgt einmalig 3 000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt (nicht rückzahlbarer Festbetrag). Die Übernahmeprämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

Ein Ausbildungsbetrieb kann für einen Ausbildungsvertrag nur durch eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus oder eine Übernahmeprämie bei Insolvenz gefördert werden.

Eine Ausbildungsprämie wird einem Ausbildungsbetrieb, der durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist, für eine neu beginnende Berufsausbildung gewährt, wenn er die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre hält.

In erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen ist ein Ausbildungsbetrieb, der

  • im ersten Halbjahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder
  • dessen Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist. Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Anträge sind nach den Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare und Beifügung der erforderlichen Unterlagen zu stellen. Der unterzeichnete Antrag ist schriftlich, eingescannt als Datei per E-Mail oder − soweit seitens der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt − in Form eines Dokumentenuploads einzureichen. Die Bundesagentur für Arbeit stellt eine Übersicht der erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

Zuständig ist die Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt. Die erforderlichen Anträge sind bei der Bundesagentur für Arbeit eingestellt. Weitere Informationen zum Bundesprogramm finden Sie auch auf der Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Wir beraten Sie gern.

Ansprechpartner:

Marco Hartwig | Tel. 0371 5364-174 |

Christian Küttler |Tel. 0375 787056 |

Astrid Kieß | Tel. 03741 1605-15 |

Steffi Otto | Tel. 0371 5364-261 |

André Pollrich | Tel. 0371 5364-269 |