
Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Handwerk
Die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten darf unterwiesene, festgelegte, gleichartige, sich wiederholende Arbeiten selbstständig durchführen.
Diese festgelegten Tätigkeiten dürfen nur in Anlagen mit Nennspannungen bis 1000 V AC bzw. 1500 V DC und grundsätzlich nur im freigeschalteten Zustand durchgeführt werden. Der Fortbildungslehrgang befähigt nicht zur Herstellung und Erweiterung einer elektrischen Anlage und auch nicht zur kompletten Überprüfung dieser und stellt eine Grundausbildung dar. Um betriebsspezifische, festgelegten Tätigkeiten in eigener Fachverantwortung sicher ausführen zu können, muss der Teilnehmer außer dem erfolgreichen Abschluss des Fortbildungslehrgangs für den Einsatz als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Unternehmen
• über eine abgeschlossene technische Berufsausbildung oder mindestens 2 Jahre nachweisbare Berufserfahrung in einem technischen Arbeitsgebiet verfügen und
• eine betriebliche Fachausbildung erhalten und
• vom Unternehmer zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten bestellt werden und
• seine Fachkenntnisse regelmäßig aktualisieren
Die Auswahl und der Einsatz geeigneter Personen als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten liegt in der Verantwortung der Unternehmensleitung und der beauftragten, verantwortlichen Elektrofachkraft.
Zielgruppe
Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, die ihr eigenes Handwerk durch die Ausführung von elektrotechnischen Arbeiten wirtschaftlich ergänzen möchten (z. B. Tischler, Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik)
Inhalte
Theoretischer Teil
- Grundlagen der Elektronik
- Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stromes
- Schutzmaßnahmen gegen direktes und bei indirektem Berühren
- Prüfung der Schutzmaßnahmen nach Instandsetzung gem. DIN VDE 0701
- Maßnahmen zur Unfallverhütung bei Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln nach den 5 Sicherheitsregeln
- Grundlagen "Erste Hilfe" bei Elektrounfällen
- Fach- und Führungsverantwortung
Praktischer Teil
- Prüfungen nach Instandsetzung nach DIN VDE 0701
- Systematische Fehlersuche, Anwenden von Diagnosegeräten
- Beheben von Störungen bzw. Veranlassungen zu deren Behebung
- Anschließen von elektrischen Betriebsmitteln
Theoretischer und praktischer Abschlusstest
Abschluss
Lehrgangszertifikat der Handwerkskammer Chemnitz (bei erfolgreichem Prüfungsabschluss )
Teilnahmebestätigung der Handwerkskammer Chemnitz (bei Teilnahme am Lehrgang)
Eine regelmäßige Nachschulung ist zwingend erforderlich.