2.084 abgeschlossene Lehrverträge

Handwerk weiterhin attraktiver Arbeitgeber

Zum 29. August 2025 verzeichnet die Handwerkskammer Chemnitz insgesamt 2.084 abgeschlossene Lehrverträge im Handwerk der Region in insgesamt 91 Berufen. Damit setzt sich die positive Entwicklung, die bereits das gesamte Jahr über zu sehen ist, fort. Denn im Vergleich zum Vorjahr, wo zum gleichen Zeitpunkt 1.934 Verträge gemeldet wurden, ist dies eine erneute Steigerung um 7,8 Prozent. Die aktuellen Top 5 der Ausbildungsberufe sind Kraftfahrzeugmechatroniker (410), gefolgt von Elektronikern (199), Anlagenmechaniker für SHK-Technik (142), Tischler (85) sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (80). 

Berufsausbildungsverträge mit Abiturienten wurden in diesem Jahr 220 abgeschlossen.

In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer, in der Betriebe offene Stellen melden können, sind aktuell 563 freie Lehrstellen eingetragen.

Handwerkskammerpräsident Frank Wagner erklärt hierzu: „Der positive Trend bei der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge des Handwerks im Kammerbezirk Chemnitz hält weiter an. Was dabei aktuell besonders auffällt: Das Wachstum hat sich im Vergleich zu den Vorjahren noch verstärkt. Hatten wir sonst immer eine prozentuale Steigerung im unteren bis mittleren einstelligen Bereich, so können wir dieses Jahr oftmals zweistellige Wachstumsraten sehen. Das ist ein starkes Signal der Handwerksbetriebe, die den Wert der Ausbildung erkennen und hier sowohl personell als auch finanziell viel investieren – und das alles trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in unserem Land. Wie würden die Ausbildungszahlen nur aussehen, wenn wir endlich die Rezession hinter uns lassen und es wieder mit der Wirtschaft und somit auch mit dem Handwerk als Ganzes nach oben geht? Ich hoffe, dass wir diese Frage bald beantworten können. Dafür müssen aber jetzt endlich auch sowohl im Land als auch im Bund die entscheidenden Schritte kommen. Das heißt: breite Investitionen mit kurzen Planungs- und Genehmigungsprozessen, endlich eine Reform der Sozialsysteme, ein nachhaltiger Bürokratieabbau, Digitalisierung und mit Blick auf die Ausbildungszahlen natürlich auch ein klarer Fokus auf Bildung und Ausbildung.“