Berufsorientierung auf Handwerksmesse

Rund 2.500 Schülerinnen und Schüler testen Handwerk

Gute Gespräche, buntes Programm und große Bandbreite – trotzdem etwas weniger Besucher 

Eine hohe Qualität der Gespräche und ein vielfältiges Informations- und Mitmachangebot prägten das Messedoppel Haus-Garten-Freizeit und Handwerk Live in Leipzig. Das Handwerksforum Ost (kurz HAFO) brachte zum sechsten Mal Politik und Handwerk auf der Leipziger Messe zusammen. Mit über 690 Ausstellern aus 24 Ländern bot das Messedoppel eine große Bandbreite an bekannten wie bislang unbekannten Angeboten und machte Lust auf Austausch, Entdeckung und aktivem Mitmachen. Neun von zehn der Besucherinnen und Besucher möchten laut Besucherumfrage im kommenden Jahr das Messedoppel erneut besuchen. Allerdings blieb die Besucherzahl mit 137.700 hinter denen der Vorjahre zurück.

Schwerpunkt: Austausch

Den politischen Akzent im Messegeschehen auf der Leipziger Messe setzte das sechste Handwerksforum Ost am 4. Februar. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Handwerk diskutierten konstruktiv über Bürokratieabbau, Investitionsförderung und Nachwuchsgewinnung. Teilgenommen haben unter anderem Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie sowie Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, sowie Bernd Apitz, Geschäftsführer der leitec Gebäudetechnik GmbH. 

Zwischen Bratwurst und Bürokratieabbau

Die Handwerk Live stand 2026 unter der Schirmherrschaft des Freistaats Thüringen und wurde durch Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert vertreten. Bereits am Vormittag kamen die Hauptgeschäftsführer der ostdeutschen Handwerkskammern und die Wirtschaftsstaatssekretäre aus Ostdeutschland zu ihrer jährlichen Arbeitstagung zusammen – mit Fokus auf Praktikumsprämie, Bürokratieabbau und lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Handwerk weckt Neugier 

Die Handwerksmesse überzeugte parallel wiederholt als Plattform für Berufsorientierung und gesellschaftlichen Dialog. Rund 2.500 angemeldete Schülerinnen und Schüler nutzten an drei Tagen die Gelegenheit, auf 16 Themeninseln verschiedene Handwerksberufe praxisnah kennenzulernen.