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Sächsischer Meisterbonus

Der Meistertitel ist das wichtigste Qualitätssiegel des deutschen Handwerks und der Ausgangspunkt zahlreicher Karrieremöglichkeiten.

Der Freistaat Sachsen hat einen weiteren Anreiz geschaffen, sich beruflich weiterzubilden und die eigene Qualifikation zu stärken. Meisterabsolventen erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen Meisterbonus in Höhe von 1.000 Euro. So sieht es die entsprechende Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft und des Sächsischen Staatsministeriums des Innern: erfolgreich und zukunftssicher (Richtlinie Berufliche Bildung) zur Förderung eines Meisterbonus (FRL Meisterbonus) vom 22. Februar 2022 vor.

  • Voraussetzung der Förderung

    Voraussetzung der Förderung

    Persönliche Voraussetzungen für den Erhalt des Meisterbonus – vorbehaltlich der Förderung durch den Fördermittelgeber – sind u. a.,

    1. Die Zuwendung wird für Absolventinnen und Absolventen mit zuwendungsfähigen Fortbildungsabschlüssen gewährt. Die Liste der zuwendungsfähigen Fortbildungsabschlüsse ist auf der Internetseite der SAB (www.sab.sachsen.de/meisterbonus) veröffentlicht.

    2. Die Meisterprüfung muss vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle im Freistaat Sachsen abgelegt und das Zeugnis von dieser ausgestellt worden sein. Dies gilt nicht, sofern die Prüfung in Sachsen nicht abgenommen werden kann.

    3. Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort müssen zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses im Freistaat Sachsen liegen.

    4. Absolventinnen und Absolventen, die die Voraussetzungen nach Buchstabe b und/oder c nicht erfüllen, werden gefördert, wenn sie zum Zeitpunkt der Antragstellung ihren Beschäftigungsort als selbstständige oder angestellte Meister im Freistaat Sachsen haben.

    5. Der Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses darf von der Antragstellung an gerechnet nicht länger als ein Jahr zurückliegen.

    6. Die Absolventin oder der Absolvent darf für denselben Abschluss in einem anderen Bundesland nicht bereits einen Meisterbonus oder eine andere gleichartige Förderung für denselben Zuwendungszweck erhalten oder beantragt haben.

     

  • Antragstellung und Termine

    Antragstellung und Termine

    Der Antrag für den Meisterbonus wird bei der zuständigen Handwerkskammer unter Verwendung eines Formulars  gestellt.

    Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

     

    Die Antragsrunde und feierliche Überreichung des Meisterbonus für die Absolventen des Jahres 2021 ist im Rahmen der Meisterfeier der Handwerkskammer Chemnitz am 4.  Juni 2022 vorgesehen (unter Beachtung des aktuellen Pandemiegeschehens).

    Anträge hierfür waren bis zum 31. März 2022 einzureichen.

     

    Die nächste Antragsrunde für die Absolventen des Jahres 2022 ist im Frühjahr 2023 im Rahmen der Meisterfeier vorgesehen.Anträge können bereits eingereicht werden.

  • Hinweise für den Antrag

    Hinweise für den Antrag

    Eine Gewährung des Meisterbonus ist nicht möglich, wenn bereits Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln des Bundes oder des Freistaates Sachsens oder von Dritten im Zusammenhang mit der bestandenen Meisterprüfung gezahlt wurden. Das betrifft nicht die Leistungen, welche nach Aufstiegs-BAföG , der Begabtenförderung oder durch betriebliche Kostenbeteiligungen/ Kostenübernahme an der Fortbildungsmaßnahme erhalten wurden.

     

    Beispiele für den Nachweis des Hauptwohnsitzes oder des Beschäftigungsortes:

    Nachweis des Hauptwohnsitzes:

    • Personalausweis (Daten, die nicht zur Identifizierung benötigt werden, sind bitte zu schwärzen,    insbesondere die aufgedruckte Zugangs- und Seriennummer) oder
    • Reisepass (Daten, die nicht zur Identifizierung benötigt werden, sind bitte zu schwärzen,    insbesondere die aufgedruckte Zugangs- und Seriennummer) oder
    • Bestätigung Einwohnermeldeamt - erweiterte Meldebestätigung

    Nachweis des Beschäftigungsortes:

    • Bestätigung des Arbeitgebers oder
    • Gewerbekarte oder
    • Arbeitsvertrag oder
    • Lohnbescheinigung (von dem Monat zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses oder von dem Monat zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung)

    Als Nachweis für den Hauptwohnsitz oder den Beschäftigungsort ist jeweils ein Dokument in Kopie ausreichend.

    Sollten Ihr Hauptwohnsitz und auch Ihr Beschäftigungsort nicht im Freistaat Sachsen sein, wenden Sie sich bitte für eventuelle alternative Förderungen an die in Ihrer Region zuständige Kammer.

     

    Prüfung außerhalb vom Freistaat Sachsen

    Absolventen die die Meisterprüfung aufgrund des Sitzes des Prüfungsausschusses nur bei Kammern außerhalb Sachsens ablegen können, reichen mit den Antragsunterlagen bitte eine beglaubigte Kopie des Zeugnisses ein.