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Tom Böhm

Seit dem 1. Mai startet Maurer- und Betonbauermeister Tom Böhm mit seiner eigenen Firma durch

Für Tom Böhm hat es schon lange festgestanden: Mit dem Meisterbrief in der Tasche würde er sich selbständig machen. Diesen Plan hat er nun in die Tat umgesetzt. Seit dem 1. Mai hat der Meister des Maurer- und Betonbauhandwerks sein eigenes Geschäft in Glauchau. Als Einzelkämpfer möchte er die Firma langsam, Schritt für Schritt, entwickeln. Er möchte seine eigenen Entscheidungen treffen. Das ist für ihn der entscheidende Vorteil. Selbstverständlich kennt er auch die Nachteile. Lange Urlaubszeiten sind vorerst unmöglich. Gesundheitlich notwendige Auszeiten könnten ebenfalls negative Auswirkungen haben. Trotzdem ist er voller Tatendrang. Die ersten Aufträge hat er schon bekommen. Die Arbeit läuft. Aufgrund seiner Ausbildung im Familienbetrieb in Niederlungwitz verfügt er bereits jetzt über ein nützliches Netzwerk. “Viele kennen mich und wissen, was ich kann”, meint er dankbar. 

Ausbildung statt Studium

Innerhalb der Familie liegt auch der Ursprung für das berufliche Interesse des jungen Mannes. Schon recht früh arbeitete er während der Ferien dort mit. Gleich nach dem Abitur absolvierte er dort seine Ausbildung. “Sie war sehr vielseitig, weil mein Ausbildungsbetrieb schon immer sehr vielseitig unterwegs ist”, versichert der 25-Jährige. Mauern, Betonarbeiten, Innenausbau, Verputzen und Mauertrockenlegung hat er von der Pike auf gelernt. Deshalb hat er den Ausbildungsberuf einem Studium vorgezogen. Tom Böhm wollte etwas mit seinen Händen aufbauen und das von Grund auf. 

Jahrgangsbester Meister

Beim Meisterlehrgang kam ihm das sehr entgegen. Den hat er übrigens als Jahrgangsbester seines Gewerks abgeschlossen. “Alles in allem ist der vierteilige Kurs für mich eine sehr schöne Erfahrung gewesen”, betont der Handwerksmeister. Die praxisbezogenen Teile Eins und Zwei konnte er in Vollzeit absolvieren. Den Ausbilderschein und die kaufmännische Ausbildung mit den Teilen Drei und Vier legte er in Teilzeit nach. “Nach der Arbeit ist das schon anstrengend gewesen, aber auch sehr interessant”, meint Tom Böhm. In den beiden letzten Teilen lernte er wie üblich mit Vertretern anderer Gewerke. Der Glauchauer bezeichnet sich selbst als sehr neugierig und kommunikativ. In vielen Unterhaltungen mit Vertretern anderer Handwerks-Bereiche konnte er ebenfalls sehr viel lernen. Die Kosten für die Meisterausbildung sollten auf seinen Rat hin niemand davon abhalten, die Herausforderung anzunehmen. Schließlich gibt es dafür Unterstützung von der SAB und von der KfW. Da er sich nach weniger als zwei Jahren nach dem Meisterlehrgang selbständig gemacht hat, muss er nur einen geringen Teil aller Kosten selber tragen. Außerdem ist er der Handwerkskammer dankbar für ihre Unterstützung. Oft hat er dort angerufen und seine Fragen etwa zu den verschiedenen Formularen gestellt. “Ich habe immer eine schnelle und kompetente Antwort bekommen”, lobt der Mauer- und Betonbaumeister die Betreuung durch die Mitarbeitenden dort.

Offen für das, was kommt

Derzeit agiert er von einem Büro am Südhang 7 in Glauchau aus. Über größere Lagerräume verfügt er nicht. Noch braucht er sie nicht. Alles, was er für seine Arbeit benötigt, lässt sich leicht je nach momentanen Anforderungen beschaffen. Auch dafür hat er sein Netzwerk. Auf eine bestimmte Tätigkeit spezialisieren möchte er sich ebenfalls nicht. Er nimmt Sanierungsarbeiten im Außen- und Innenbereich vor, vollführt Rohbauarbeiten, Tiefbauarbeiten und Bauwerksgründungsarbeiten. Natürlich kann er auch mauern und Fliesen legen. Über den Nachweis entsprechender Lehrgänge zum Führen von Baggern und Radladern verfügt er ebenso.

So hat Tom Böhm momentan allen Grund zum glücklich sein. Er lebt mit seiner Freundin zusammen. Die Firma entwickelt sich. Es gibt eigentlich nur einen Wermutstropfen. Aufgrund seiner Arbeit muss er das Fußballspiel bei Lok Glauchau-Niederlungwitz aufgeben. Dafür fehlt ihm die Zeit. Zudem erscheint ihm das Verletzungsrisiko zu hoch. Hat er auch in Zukunft Erfolg, spricht nichts gegen das Einstellen von Mitarbeitern. Genaue Pläne verfolgt er dazu jedoch nicht. “Wie gesagt, es muss sich alles erst langsam entwickeln”, wiederholt er. Kinder möchte er auch irgendwann. Auch dafür wird die richtige Zeit kommen. Da ist er sich sicher. 

Tipp: Die nächsten Vorbereitungskurse zum/zur Maurer- und Betonbauermeister/-in gibt es hier