Das Bild zeigt einen Konferenztisch auf dem einzelne Papierunterlagen mit Grafiken und Text liegen. Im Fokus des Bildes ist ein Kugelschreiber in Nahaufnahme, im Hintergrund sind verschwommen die Konturen eines Computers und von Stühlen erkennbar.
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Arbeits- und Gesundheitsschutz

SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel

Betriebe, die die in der SARS-CoV-2-Regel vorgeschlagenen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen umsetzen, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Die Regel bietet bundesweit Handlungssicherheit im Arbeitsschutz. Für die Aufsichtsbehörden der Länder schafft sie eine einheitliche Grundlage, um die Maßnahmen in den Betrieben zu beurteilen. Die Arbeitsschutzregel kann dazu beitragen, bereits umgesetzte Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten weiter zu verbessern und auszubauen.
Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel konkretisiert für den Zeitraum der Corona-Pandemie die zusätzlich erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen für den betrieblichen Infektionsschutz und die im SARS-VCoV-2 Arbeitsschutzstandard bereits beschriebenen allgemeinen Maßnahmen.

Aktuelles: Checkliste Hygienekonzept

Die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 12.05.2020 sieht verpflichtend Hygienekonzepte vor. Die Vorhaltung des Hygienekonzepts und die Einhaltung der Hygienevorschriften kann durch die zuständige Behörde überprüft werden. Um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, hat jeder Betrieb die Hygienemaßnahmen einzuhalten sowie ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen.
In diesem Konzept sind neben den Maßgaben des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard auch die branchenspezifischen Konkretisierungen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zu berücksichtigen.
Die Handwerkskammer Chemnitz hat eine unkompliziert auszufüllende Checkliste zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen im Unternehmen für ihre Mitgliedsbetriebe erarbeitet.  Ergänzt wird diese durch eine Linksammlung, die auf branchenspezifische Hilfestellungen der Berufsgenossenschaften für Hygienekonzepte verweist. Sie haben die Möglichkeit individuelle und/ oder branchenspezifische Ergänzungen einzuarbeiten.

Förderung von Schutzausrüstung (BMWi)

Neue Bundesförderung für Produktionsanlagen von persönlicher Schutzausrüstung und dem Patientenschutz dienender Medizinprodukte sowie deren Vorprodukte.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Investitionen in Anlagen zur Produktion von Filtervlies, das im Meltblown-Verfahren hergestellt wird und die Qualitätsanforderungen als Vorprodukt für eines der nachfolgend aufgeführten Produkte erfüllt:

  • Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel „FFP2“;
  • Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel „FFP3“;
  • Medizinische Gesichtsmasken.

Richtlinie vom 27.04.2020

Handwerk als Hersteller und Nutzer von persönlicher Corona-Arbeitsschutzausrüstung

Derzeit häufen sich die Anfragen von Handwerksunternehmen, die Schutzausrüstungen für den Arbeitsschutz erwerben müssen. Meist ist dort keine zertifizierte medizinische Schutzausrüstung erforderlich. Gleichzeitig sind in den letzten Tagen und Wochen Handwerksbetriebe an uns herangetreten, die aufgrund der Corona-Situation Kapazitäten zum Nähen von Schutzmasken / Schutzanzügen nutzen (z.B. für regionale Pflegeeinrichtungen oder medizinische Einrichtungen oder auch den privaten Gebrauch).
Eine Übersicht von Herstellern und Angeboten aus der Region haben wir heute auf unserer Internetseite veröffentlicht. Diese wird fortgeschrieben. Es handelt sich dabei um ein Serviceangebot der Handwerkskammer, welches vordergründig Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk auflistet. Über die Qualität, die Verfügbarkeit und die Preise der jeweiligen Hersteller/ Anbieter für die Produkte können wir keine Angaben machen. Wir empfehlen deshalb dringend Preisvergleiche und die Prüfung der Eignung der Produkte für den beabsichtigten Anwendungsbereich.

Sie sind Hersteller von Mund-Nase-Abdeckungen oder Ähnlichem? Dann tragen wir Sie gern in unsere Übersicht mit regionalen Anbieter ein. Diese senden Sie eine E-Mail mit dem Produktnamen, der Produktbeschreibung, Ihrer Adresse und Ihrer Kontaktdaten an .
 

Produktion von Gesichtsmasken: Was rechtlich zu beachten ist!

In der Corona-Krise stellen viele Unternehmen ihre Produktion um – und stellen dringend benötigte Medizinprodukte wie Gesichtsmasken oder Beatmungsgeräte her. Doch sich in den medizinischen Bereich vorzuwagen, will gut überlegt sein, denn es drohen erhebliche Haftungsrisiken. Die Deutsche Handwerkszeitung gibt dazu wichtige Informationen.

Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus

Das Virus unterscheidet nicht zwischen privatem und beruflichem Umfeld! Arbeitgeber sind verpflichtet, Beschäftigte regelmäßig über hygienisches Verhalten zu belehren und tragen deshalb derzeit eine noch höhere Verantwortung.

Faktenblätter zur Hygiene am Arbeitsplatz und auf Baustellen (Downloadbereich)
Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) hat Faktenblätter  zur Allgemeinen Hygiene am Arbeitsplatz und zum Arbeiten auf Baustellen zusammengefasst.

Stellen Sie sicher, dass die Anzahl der Beschäftigten, die gemeinsam in einem Fahrzeug zur Baustelle an- und abreisen auf das notwendige Maß begrenzt wird. Dabei ist die Fahrgemeinschaft nach Gewerken zu trennen, die auf der gleichen Baustelle arbeiten.

Wichtig:   Abstand halten und Hygieneregeln einhalten. Das gilt auch für den Weg der Mitarbeiter zur Baustelle und Pausen.

Sollten Sie die oben genannten Regeln nicht einhalten können:

  • Bitte prüfen Sie, ob die Arbeiten wirklich dringend notwendig sind. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall in Sinne der Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Ihrer Kunden sowie Ihrer eigenen Gesundheit dafür, diese Arbeiten derzeit nicht auszuführen.

Für den Weg zur Baustelle und die Ausübung der beruflichen Tätigkeit wurden in den FAQ des SMS zur Sächsischen Allgemeinverfügung vom 20.03.2020 erläuternde Hinweise veröffentlicht:

  • Montagefahrten sind grundsätzlich nach Ziffer 2.2 als berufliche Wege zulässig. Fahrgemeinschaften unter strikter Einhaltung des Abstandes von 1,5 Metern zwischen den Personen und aller übrigen Hygienevorschriften.
  • Die Ausübung der beruflichen Tätigkeit ist grundsätzlich gestattet. Dabei ist aber jeder angehalten, die physischen sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der ohnehin bestehenden Kontakte zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.


Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen
Der Leitfaden hat zum Ziel, für Risiken bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen zu sensibilisieren und Prävention zu fördern.

Merkblatt „Verhalten beim Auftreten von Coronavirus- Infektionen“
Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) hat weiterhin ein Merkblatt „Verhalten beim Auftreten von Coronavirus- Infektionen“ veröffentlicht. Dort wurden auch Hinweise für Arbeitgeber veröffentlicht. (www.sms.sachsen.de/coronavirus.html)

Mögliche Maßnahmen des Arbeitgebers

  • Ggf. Aktualisieren der Gefährdungsbeurteilung durch den Betriebsarzt.
  • Regelmäßige Unterweisung der Beschäftigten über hygienisches Verhalten.
  • Bereithalten von gut erreichbaren und gut ausgestatteten Waschmöglichkeiten für die Hände.
  • Desinfektionsmittel sind im nicht-medizinischen Bereich nicht erforderlich.
  • Verwenden von Einmalhandtüchern.
  • Sofern möglich und mit den betrieblichen Belangen vereinbar: Ermöglichen von Heimarbeit/Telearbeit.

Stellen Sie sicher, dass alle Beschäftigten auf der Baustelle die notwendigen Informationen über die einzuhaltenden Schutzmaßnahmen erhalten und verstehen. Baustellenordnungen sind entsprechend zu ergänzen.

Merkblatt „Virusinfektionen – Hygiene schützt!“ (Downloadbereich)
Dieses Merkblatt können Sie für den betrieblichen Gebrauch ausdrucken., https://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html#c9302 Übersetzungen dieses Merkblatts gibt es auch in englischer und türkischer Sprache.