Das Bild zeigt einen Konferenztisch auf dem einzelne Papierunterlagen mit Grafiken und Text liegen. Im Fokus des Bildes ist ein Kugelschreiber in Nahaufnahme, im Hintergrund sind verschwommen die Konturen eines Computers und von Stühlen erkennbar.
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Arbeits- und Gesundheitsschutz

Corona-Arbeitsschutzverordnung (geä. 22. November 2021)

Um die Beschäftigten in der Pandemie zu schützen, regelt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung besondere Schutzmaßnahmen. Die aktualisierte Fassung wurde veröffentlicht und gilt bis 19.03.2022.

Wesentlicher Inhalt:

  • Eine Gefährdungsbeurteilung und ein betriebliches Hygienekonzept durch die Betriebe bleibt wie bisher notwendig. Es ist hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren. Bei der Festlegung der Maßnahmen kann der Arbeitgeber einen ihm bekannten Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten berücksichtigen.
  • Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Arbeitnehmer mangels anderer Maßnahmen nicht anders als durch das Tragen medizinischer Gesichtsmasken möglich ist, sind diese vom Arbeitgeber bereitzustellen.
  • Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen ist weiterhin auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren.
  • Es bleibt grundsätzlich bei einer Testangebotspflicht zweimal innerhalb einer Woche für Arbeitnehmer, die nicht von daheim aus arbeiten. Diese Testangebote sind dann nicht erforderlich, soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann. Ausnahmen gibt es somit für vollständig geimpfte bzw. genesene Beschäftigte. Allerdings müssen Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber keine Angaben über Testergebnisse, Impf- oder Genesungsstatus machen.
  • Die Aufbewahrungsfrist für die Nachweise der Beschaffung von Tests oder Vereinbarungen mit Dritten über die Testung ist verlängert worden. Sie gilt bis zum 19.03.2022. Diese Aufbewahrungsfrist gilt auch für die Nachweise, welche bereits bis zum 30.06.2021 vorlagen.
  • Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten während der Arbeitszeit eine Impfung gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Unklar ist aufgrund der Formulierung, ob es sich hierbei um eine bezahlte Freistellungen handelt. Auch aus der Begründung geht es nicht hervor. Es wird aber so angenommen, wenn Beschäftigte kein Gleitzeitkonto haben.
  • Der Arbeitgeber hat die Betriebsärzte und die überbetrieblichen Dienste von Betriebsärzten, die Schutzimpfungen aus Gründen des Bevölkerungsschutzes im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen.
  • Die Beschäftigten sind im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren.
    Auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie ein Merkblatt zum Impfschutz.

Weitere Informationen hat das Bundesarbeitsministerium hier zusammengestellt.

Beachten Sie dazu auch aktualisierte Informationen Ihrer Berufsgenossenschaft.

 

Corona-Fall im Betrieb – Was ist zu tun?

Diese Frage kann sich aktuell in jedem Betrieb stellen: Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht. Eine neue Broschüre von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen nennt die richtigen Ansprechpartner und gibt Hinweise, wie auch in dieser Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen bestmöglich gewahrt werden können.

SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel

Betriebe, die die in der SARS-CoV-2-Regel vorgeschlagenen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen umsetzen, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Die Regel bietet bundesweit Handlungssicherheit im Arbeitsschutz. Für die Aufsichtsbehörden der Länder schafft sie eine einheitliche Grundlage, um die Maßnahmen in den Betrieben zu beurteilen. Die Arbeitsschutzregel kann dazu beitragen, bereits umgesetzte Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten weiter zu verbessern und auszubauen.
Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel konkretisiert für den Zeitraum der Corona-Pandemie die zusätzlich erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen für den betrieblichen Infektionsschutz und die im SARS-VCoV-2 Arbeitsschutzstandard bereits beschriebenen allgemeinen Maßnahmen.

Aktuelles: Checkliste Hygienekonzept

Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung sieht verpflichtend Hygienekonzepte vor. Die Vorhaltung des Hygienekonzepts und die Einhaltung der Hygienevorschriften kann durch die zuständige Behörde überprüft werden. Um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, hat jeder Betrieb die Hygienemaßnahmen einzuhalten sowie ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen.
In diesem Konzept sind neben den Maßgaben des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard auch die branchenspezifischen Konkretisierungen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zu berücksichtigen.
Die Handwerkskammer Chemnitz hat eine unkompliziert auszufüllende Checkliste zur Umsetzung der Hygienemaßnahmen im Unternehmen für ihre Mitgliedsbetriebe erarbeitet.  Ergänzt wird diese durch eine Linksammlung, die auf branchenspezifische Hilfestellungen der Berufsgenossenschaften für Hygienekonzepte verweist. Sie haben die Möglichkeit individuelle und/ oder branchenspezifische Ergänzungen einzuarbeiten.

Handwerk als Hersteller und Nutzer von persönlicher Corona-Arbeitsschutzausrüstung

Eine Übersicht von Herstellern und Angeboten aus der Region haben wir heute auf unserer Internetseite veröffentlicht. Diese wird fortgeschrieben. Es handelt sich dabei um ein Serviceangebot der Handwerkskammer, welches vordergründig Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk auflistet. Über die Qualität, die Verfügbarkeit und die Preise der jeweiligen Hersteller/ Anbieter für die Produkte können wir keine Angaben machen. Wir empfehlen deshalb dringend Preisvergleiche und die Prüfung der Eignung der Produkte für den beabsichtigten Anwendungsbereich.

Sie sind Hersteller von Mund-Nase-Abdeckungen oder Ähnlichem? Dann tragen wir Sie gern in unsere Übersicht mit regionalen Anbieter ein. Diese senden Sie eine E-Mail mit dem Produktnamen, der Produktbeschreibung, Ihrer Adresse und Ihrer Kontaktdaten an .

Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz

Das Virus unterscheidet nicht zwischen privatem und beruflichem Umfeld! Arbeitgeber sind verpflichtet, Beschäftigte regelmäßig über hygienisches Verhalten zu belehren und tragen deshalb derzeit eine noch höhere Verantwortung.

Faktenblätter zur Hygiene am Arbeitsplatz und auf Baustellen (Downloadbereich)
Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) hat Faktenblätter  zur Allgemeinen Hygiene am Arbeitsplatz und zum Arbeiten auf Baustellen zusammengefasst. Beachten Sie zusätzlich die Regelungen der Sächsischen Corona- Schutz- Verordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. (https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html)

Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen

 

Der Leitfaden hat zum Ziel, für Risiken bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen zu sensibilisieren und Prävention zu fördern.

Merkblatt „Verhalten beim Auftreten von Coronavirus- Infektionen“
Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) hat ein Merkblatt „Verhalten beim Auftreten von Coronavirus- Infektionen“ veröffentlicht.

Merkblatt „Virusinfektionen – Hygiene schützt!“ (Downloadbereich)

 

Dieses Merkblatt können Sie für den betrieblichen Gebrauch ausdrucken., https://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html#c9302 Übersetzungen dieses Merkblatts gibt es auch in englischer und türkischer Sprache.

>> Liste mit den Kontaktdaten aller Berufsgenossenschaften
>> Liste mit Herstellern von Schutzausrüstung

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für die Handwerke:
Friseurhandwerk, Zahntechnikerhandwerk, Kosmetikerhandwerk im Downloadbereich.